Prog-Magazine Progressive Area: Rezension der „Is this human behavior“

Eine weitere Rezension hat das französische Webzine „Progressive Area“ verfasst. Neben einer ausführlichen Besprechung bekam das Album „Is this human behavior“ die höchste Wertung der Redaktion:

Rezension des französischen Magazins "Progressive Area"

 

 

 

 

 

 

Music Waves: Interview und Rezension

Das namhafte französische Webzine „Music Waves“ hatte im Januar die neue Shamall-CD „Is this human behavior“ besprochen und seiner Leserschaft ans Herz gelegt. Anbei die übersetzte Version des sehr ausführlichen Reviews durch Music Waves. Und seit kurzem gibt es auch noch ein Interview mit Norbert. Die Fragen stellte Pete_T von Music Waves.

c/o Music Waves - 02/2010

Rezension „Is this human behavior“

Interview Music Waves - Shamall, Februar 2010

Interview Music Waves – Shamall, Februar 2010

 

 

Musikzirkus: Rezension von „Is this human behavior“ – von Stephan Schelle

Eine weitere Rezension zur neuen Shamall Doppel-CD „Is this human behavior“ von Stephan Schelle, musikzirkus-magazin.de ist online!

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Shamall – Is This Human Behavior
2L Productions (2009)
(29 Stücke, 156:26 Minuten Spielzeit)
Der Multiinstrumentalist Norbert Krüler verbirgt sich hinter dem Pseudonym Shamall, unter dem er vor fast 30 Jahren begann elektronische Musik zu machen, die sich mittlerweile seit einigen Alben mehr dem Progressive Rock mit Anleihen zu Pink Floyd oder auch Eloy entwickelt hat. Waren es zuletzt zwei Jahre zwischen den Veröffentlichungen, so ist es gerade mal ein Jahr her, das Shamall’s Album „Questions Of Life“ auf den Markt kam.

Im Jahr 2006 war es sein Album „Ambiguous Points Of View“, das mich total begeisterte und mich zu dem Ergebnis brachte, dass das sein bestes und ausgereiftetstes Album sei. Nun legt Shamall mit „Is This Human Behavior“ erneut ein Doppelalbum vor, das – wie seine Vorgänger – ein Konzept Aufweist. Dieses Mal befasst er sich mit dem teils unverantwortlichen Verhalten des Menschen gegenüber seiner Umwelt, was gut in die derzeitigen Diskussionen um die momentan stattfindende Klimakonferenz passt.

Aufgeteilt hat Norbert sein Album in zwei Teile, die jeweils eine CD umfassen. CD 1 ist mit „Is This Human Behavior“ überschrieben, während Disc 2 den Titel „Living Incommunicado“ trägt. CD 2 enthält neben dem Konzeptwerk auch noch drei Bonustracks, von denen Norbert im Booklet (16seitiges Booklet mit ansprechenden Bildern und allen Texten) angibt, dass das letzte Stück „Don’t Get Your Panties In A Bunch (edit)“ eines der ersten Stücke ist, das er jemals komponiert hat.

Was soll ich über dieses Konzeptwerk groß schreiben, außer, dass ich es in einer Stufe mit „Ambiguous Points Of View“ setze. Norbert hat den hohen Qualitätsstandard, den er seit Jahren hält auch auf dieses Album transportiert. Herausgekommen ist ein faszinierendes Werk voller eingängiger Melodien, Rhythmen, Sounds und tollen Soli, die mich von der ersten Minute an faszinieren. Ich tauche mit der ersten Sekunde in das neue Werk ein, das man komplett auf sich wirken lassen sollte, da es sehr kompakt und in sich geschlossen ist, und werde nur durch das Wechseln der CD nach fast 80 Minuten aus der Umklammerung gerissen, um mich sofort für einen gleichen Zeitraum von der weiteren Musik gefangen nehmen zu lassen.

Stilistisch wandelt Shamall auf diesem Album erneut in den – für ihn nicht zu kleinen – Schuhen von Pink Floyd, Eloy & Co. und verleiht den Tracks durch einen knackigen Rhythmus, der schon im zweiten Stück, dem Titelstück, losgeht, eine weitere Komponente. Das klingt vertraut, modern und unglaublich frisch. Shamall gehört seit einigen Jahren zu den Künstlern, die von mir das Prädikat „Kannst du blind kaufen“ haben. Und das bestätigt er auch wieder mit der aktuellen Veröffentlichung.

Kommen vor allem auf der ersten CD die Freunde des Progrock zu ihrem Recht, so hat Shamall auf der zweiten CD auch noch einige Stücke und Passagen, in denen er sehr Keyboardlastig ans Werk geht, was mir ebenfalls sehr gut gefällt. Vor allem wird das in den Bonusstücken „Institio“ und „Combustion Boat“ deutlich – fast reine Elektronikmusik. Der älteste Track „Don’t Get Your Panties In A Bunch (edit)“ klingt allerdings unerwartet proggig/poppig.

Mit „Is This Human Behavior” unterstreicht Shamall alias Norbert Krüler dass er kontinuierlich qualitativ hochwertige Produktionen an den Start bringt. Und das erstaunliche daran ist, dass er dies auch noch ganz im Alleingang macht. Sein neues Album hat für mich wieder eine hohe Empfehlungsstufe, bei der Suchtgefahr besteht.

Stephan Schelle, Dezember 2009

 

Neues Shamall-Album „Is this human behavior“

is this human behavior 2 CD
digipak, catalog-nr.: 2L-2017
release date: 26.11.2009
29 tracks, ca. 156 min
Shamall - Is this human behavior 2 CD
Während sich die vergangenen Alben von ‚who do they think they are‘ bis ‚Questions of Life‘ thematisch mit der politischen Verlogenheit und dem „Sein und Nicht-Sein“ auseinandersetzten, beschäftigen sich die Titel des neuen Konzeptalbums mit der sozialen Kälte und Oberflächlichkeit in der Gesellschaft.Das 65-minütige Titelthema der ersten CD „Is this human behavior“ zeigt gewohnt facettenreich und mit unterschiedlichen Spannungsbögen, dass Norbert Krueler nach wie vor in der psychedelisch-progressiven Ecke der 70er und 80er zu Hause ist, ohne dabei in irgendeiner Form altertümlich zu klingen. Dabei ist es nicht die Musik selber, sondern eher die verwendeten Klänge und die Spielweise, die häufig an bekannte Größen der 70er und 80er erinnern. Das Titelthema der zweiten CD ‚Living incommunicado‘ ist thematisch eine Fortführung, jedoch mit eigenen Melodien, Soli und Refrain und knüpft somit passend an die erste CD an. Auch diesem Album ist zu entnehmen, dass Shamall es nicht müde wird, die Arbeit an dem Projekt zu perfektionieren.Auch das inzwischen 12. Werk von Shamall ist kein musikalischer Fastfood, den man einfach nebenbei hört. So wie keine große Rede ohne Pathos auskommt, so ist Pathos auch untrennbar mit der Musik von Shamall verbunden. Wer solche Musik liebt und dazu noch ein Freund von langen Titeln ist, der kommt hier voll auf seine Kosten.

Als Gastmusiker wirken auch hier wieder bei einigen Tracks – wie schon häufig in der Vergangenheit – Matthias Mehrtens an der Gitarre und Mike Bach als Drummer mit.