Neues Shamall-Album „Schizophrenia“ erscheint voraussichtlich am 28. OKtober 2019

Was lange währt, wird endlich gut.
Lange hat’s gedauert. Aber nun ENDLICH bin ich mit dem Ergebnis zufrieden. Bevor es nun ans „verschlimmbessern“ gehen würde, – sag ich einfach mal „Finish – das ist es nun – So bleibt es“ – Ich bin mit dem Ergebnis hochzufrieden.
Ich hoffe natürlich das wir auch dieses mal wieder auch Euren Nerv getroffen haben
Soviel sei gesagt:
– es rockt, – stellenweise sogar für Shamall recht hart
– es ist balladesk und ist natürlich wieder experimentell –
und natürlich sind auch die kurzen Songs eher wieder rar.
Hier der erste Entwurf des „Schizophrenia“ Albums!

Wenn also alles so weitergeht, wird das Album innerhalb der nächsten 14 Tage musikalisch und covermäßig fertig.

Wie bei den meisten der vorherigen Alben wird das natürlich auch wieder ein Doppelalbum 😉

Erscheinen wird das Album voraussichtlich am 28.Oktober.

In eigener Sache sei noch erwähnt:
Mit dem Erwachsen werden bleibt einem ja auch nichts erspart.
Vorher muss ich noch wegen einer kleinen Atemwegs-OP ins Krankenhaus und werde einige Tage „Out Of Order“ sein. Deshalb der spätere Termin.

Kommt gut in die Woche.

Just Plain Folks Music Award 2017: Shamall erneut 3x nominiert!

JUST PLAIN FOLKS MUSIC AWARD 2017 – erneut 3 Nominierungen für Shamall – TURN OFF!

Vor wenigen Tagen gab die amerikanische Organisation „Just Plain Folks“ ihre Nominierungen bekannt. Wieder einmal hatten die Juroren alle Hände voll zu tun, mehr als 17.400 Music Alben mit insgesamt mehr als 240.000 Titeln zu hören und die besten Titel zu nominieren. Auch in diesem Jahr geschah das unter dem einzigen Kriterium „Music, that moves“. Nach der Nominierung im Jahr 2009 mit dem Album „Ambiguous Points of View“ konnte in diesem Jahr das Album „TURN OFF“ überzeugen: Die Juroren nominierten das Album und 2 Titel in den Kategorien: Bestes „Alternative“ Album und Bester „Modern Pop/Rock Song“.

JPF Awards 2017 Album Nominee

Song Nominee Alternative & Modern Pop / Rock

Rezension des Albums „Continuation“ 4/5 Amarok Magazine

Review „Shamall – Continuation“ from Amarok Prog Magazine

Es war wieder einmal die große Webseite Progstreaming, auf der ich das aktuelle Shamall-Album „Continuation“ entdeckte. Shamall ist das musikalische Projekt des einzigartigen Komponisten Norbert Krüler, einen Künstler, den ich bis dahin völlig verkannt habe. Bereits das Frontcover von „Continuation“ bietet einen sehr guten Blickfang, weil es den surrealistischen Geist anspricht und uns auf die Art der Musik vorbereitet, die uns hier erwartet. „Continuation“ beinhaltet Material des Vorgänger-Albums „Turn Off“, das im Jahr 2013 veröffentlicht wurde und welches dort keinen Platz mehr gefunden hatte. Somit ist „Continuation“ die logische Fortsetzung von „Turn Off“.

Norbert ist Multi-Instrumentalist und tatsächlich ist das komplette Album fast ausschließlich instrumental, mit wenigen Gesangspassagen, die er größtenteils selbst singt. Seit Beginn seiner Karriere 1986 hat er in diesen 30 Jahren mehr als ein Dutzend Alben produziert. Das Album Continuation ist – auf alle Fälle für mich – eine völlige Überraschung, die sich über mehr als achtundsiebzig Minuten erstreckt und ausschließlich die auf „Turn Off“ nicht verwendeten Titel enthält. Der Musiker hatte zeitgleich auch eine Box mit 5 CDs „History Book“ veröffentlicht, die jedoch zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung an uns vorbeigegangen ist.

Die Musik von Shamall ist überwiegend elektronisch, mit zahlreichen Synthesizern und vielen Einflüssen von Tangerine Dream, deren Musik Norbert in seiner Jugend oft hören sollte (er ist 57). Das betrifft insbesondere die Synthesizer- und Gitarrenparts, die an den genialen Musiker Edgar Froese erinnern, der seinerzeit viel zu einem Musikstil beigetragen hatte, der gemeinhin als „Krautrock“ bezeichnet wurde.

Shamall hat dieses Genre neu erfunden, indem er einige Elemente in seine Musik aufnimmt und ihnen auf seine eigene Art und Weise neuen Glanz verleiht. Die Melodien auf „Continuation“ sind modern und verdienen es bestimmt nicht, als „Vintage“ bezeichnet zu werden. Die Prog-Puristen können also weiterziehen, sie werden hier nicht fündig werden.

Norbert jedoch ist es gelungen, uns mit dem Niveau seiner Veröffentlichung zu fesseln, unter anderem mit seinen ausgefeilten Kompositionen, wunderschönen Melodien – woran Jarre mittlerweile seit Jahren arbeitet, jedoch meiner Ansicht nach erfolglos – es ist nur sehr schade, dass dieser deutsche Komponist nicht über die mediale Präsenz des französischen Musikers verfügt. Traurig aber wahr. Die Musik von Norbert ist ähnlich wie die des großen Vangelis, insbesondere was das Niveau der melodischen Themen anbelangt – hören Sie z.B. „Random Walker“, ein wunderschöner Titel, der sich durch die Gitarren von den Werken des griechischen Zauberers unterscheidet.

Also, zusammengefasst ist das Shamall-Projekt nicht nur für Fans von synthetischen und elektronischen Klängen, wie Sie hören können, gibt ihnen der Musiker eine wärmere Farbe. Norbert Krüler arbeitet seine Werke aus, in durchdachter und kunstvoller Weise wie ein Maler, hören Sie zum Beispiel das sehr schöne Saxophon in „so much is on the line“ (first session).

All dies mag eher paradox erscheinen, da es sich um überwiegend elektronische Musik handelt, die die Eigenart hat eher unpersönlich daherzukommen. Dennoch beweist uns Norbert mit seinem Album „Continuation“ das Gegenteil, in dem er immer wieder mit überraschenden Elementen überzeugt, wie z.B. einer sehr schönen weiblichen Gesangsstimme auf dem letzten Titel des Albums „The streets are filled with people“. Daher würde ich behaupten, dass alle Shamall-Alben, auch die elektronischen und insbesondere ihre jüngste Fortsetzung „Continuation“ einen Besuch wert sind.

4 von 5 Sternen.

c/o Daniel Sébon, Amarok magazine, Oktober 2016, aus dem Französischen übersetzt

Neue Rezension des Albums „Continuation“ von Progwereld

Von Zeit zu Zeit stelle ich fest, dass ich geschlafen habe und deshalb eine Band bzw. ein Musiker komplett unterhalb des Radars geblieben ist. Genau das ist mir mit Shamall passiert.

Shamall ist das Projekt des Deutschen Norbert Krüler, das seit nunmehr 30 Jahren aktiv ist und in dieser Zeit 15 unterschiedliche Studioalben veröffentlicht hat. Seine neueste Veröffentlichung trägt den Titel „Continuation“. Dieses Album ist auch Bestandteil seiner ebenfalls aktuellen Zusammenstellung „History Book“, welche 4 weitere Alben beinhaltet, die einen Überblick über das 30-jährige musikalische Schaffen des Künstlers bietet.

Krüler ist Multiinstrumentalist und macht eine ganze Menge selbst, inklusive der Produktion, aber er arbeitet auch häufig mit Gastmusikern wie Matthias Mehrtens (Gitarre). Das ist auch auf „Continuation“ der Fall, zusätzlich ist hier auch eine Sängerin mit dabei (Anke Ulrich) und dennoch sind weite Teile dieser CD ausschließlich instrumental. „Continuation“ beinhaltet auf 79 Minuten überwiegend Kompositionen, die auf der vorherigen Veröffentlichung „Turn Off“ aus Platzgründen nicht mehr untergebracht werden konnten.

Aber genauso wie „Turn Off“ ist „Continuation“ eine Anklage gegen Atomkraft, wobei die Katastrophe in Fukushima die Hauptquelle der Inspiration bildet. „Oh mein Gott“ werden viele Progleser denken, was soll ich mir darunter vorstellen? Soll das etwa die (wenig) musikalische Umsetzung des „Atomkraft – nein danke“-Ereignisses sein? Ich versichere Euch, dass das nicht der Fall ist. Natürlich ist es gerechtfertigt, diese Message zum Anlass zu nehmen, um gegen die Atomkraft weltweit Anklage zu erheben. Hier werden jedoch zu keinem Zeitpunkt die Musikalität und die Qualität der Kompositionen der Message untergeordnet.

Tatsächlich hatte ich in der Vergangenheit nur sehr selten ein derart sozial engagiertes Album in den Händen, welches auf solchen großartigen Kompositionen basiert.

Laut wikipedia ist der musikalische Stil von Shamall als eine Mischung von Pink Floyd mit Alan Parsons zu charakterisieren. Beim Hören des Albums „Continuation“ kamen mir vor allem folgende Namen in den Sinn: in der Tat David Gilmour (Random Walker), Lee Abraham (Fragments pt. IV), Enigma (Linolenic Acid), Peter Baumann’s frühe Solowerke und sogar Manfred Mann (Floating Subatomic Particles und Solitary Life). Äußerst variantenreich zu einem eigenen Stil verschmolzen, lässt die Musik von Shamall den Hörer volle 79 Minuten auf einer Welle von atmosphärischen Soundtrips davondriften, ohne dabei Gefahr zu laufen, auf diesem Trip zu irgendeinem Zeitpunkt unterbrochen zu werden.

Das Ganze ist „made in Germany“ at it’s best: wunderbare Räumlichkeit, ausgewogene Balance und Definition in vollendeter Harmonie, kurzum: ein wahrer Genuss für die Ohren. Ein Muss für Elektro-Prog-Fans mit Verbindung zu Tangerine Dream, Loom, Ashra und F.D. Project.

c/o Clemens Leunisse, Progwereld 2016

„Würde alles so wieder machen“ – Interview mit dem Weser Kurier vom 15.10.2016

Interview Weser Kurier vom 15.10.2016 - "Würde alles wieder so machen"

Schöpferisches Zentrum: Norbert Krüler, Kopf der Band Shamall, in seinem Studio in Etelsen. © FOCKE STRANGMANN

© FOCKE STRANGMANN

Band Shamall um den Musiker und Produzenten Norbert Krüler besteht seit 30 Jahren / Stets weiterentwickelt
„Würde alles wieder so machen“
von Marius Merle 15.10.2016

Langwedel-Etelsen. Von null auf hundert, so lässt sich der Start der Band Shamall vor 30 Jahren beschreiben. 1986 ging es direkt in die Top Zehn der deutschen Charts. Führender Kopf damals: Norbert Krüler. Und der seit 1994 im Langwedeler Ortsteil Etelsen lebende Musiker hat die Band auch danach lange Zeit als Einzelkämpfer am Leben gehalten. Mehr als ein Dutzend Tonträger veröffentlichte er, wobei der musikalische Stil wiederholt einen Entwicklungsprozess durchmachte. Nun feiert Shamall ihr 30-jähriges Bestehen. Ein runder Geburtstag, von dem während der Anfänge noch alles andere als auszugehen war.

Krüler, der bereits in jungen Jahren in der nordrhein-westfälischen Heimat auch auf größeren Bühnen Gitarre spielte, begann ab Mitte der 1970er Jahre als DJ im Bremer Aladin zu arbeiten. „Damals die wohl größte Rock-Disco mit später einer der größten Laser-Anlagen in Europa“, hebt er den damals überregionalen Stellenwert der Diskothek hervor. Legte er zunächst jahrelang nur die Stücke anderer Musiker auf, begann er irgendwann auch selbst damit, zu produzieren. So komponierte er zu den Laser-Shows eine, laut eigenen Angaben, „ganz spezielle, effektvoll treibende und pulsierende Musik“, die sehr gut ankam und die dazu führte, dass „ich kurz darauf eine Schallplattenfirma im Laden stehen hatte“. Und dann sei alles auch recht schnell gegangen.

Aus dem Nichts in die Top 10

Zusammen mit zwei weiteren Musikern produzierte Krüler unter dem Namen Shamall 1986 die erste Single „My Dream“. Doch zunächst galt es allerdings noch ein Problem zu lösen. „Die Plattenfirma wollte Titel mit Gesang, von uns wollte aber niemand singen. Also haben wir Streichhölzer gezogen und die Wahl fiel dadurch letztlich auf mich“, erinnert sich Krüler zurück. Ebenso wie die zweite Single „Feeling like a stranger“ gelang eine gute Chartplatzierung. Alleine „My Dream“ wurde laut dem 58-Jährigen weltweit mehrere Hunderttausend Mal verkauft. Und obwohl die Musik von Shamall durch die Decke ging, finanziell sei der Gruppe damals durch Pech mit Verträgen laut Krüler „nichts über geblieben“. Die Musiksequenz wurde zudem, wie er erst viele Jahre später erfahren sollte, für ein Konsolenspiel verwendet, das sich mehrere Millionen Male verkaufte. „Da hat sich einfach jemand anderes als Komponist ausgegeben“, sagt Krüler. Auch davon habe er also finanziell nichts gehabt.

Neben diesem Kummer, dass der Erfolg nicht das eigentlich damit einhergehende Geld brachte, hatte Krüler aber noch andere Bedenken. „Nach dem zweiten Hit war man hart an der Grenze, einen Stempel als Disco-Projekt zu bekommen“, erklärt er, wieso er keine Lust hatte, diesen Weg der damals massenkompatiblen Musik weiter zu gehen. Er entschloss sich, neue Wege zu gehen – wieder ohne Gesang und alleine, denn seine beiden anfänglichen Mitstreiter hatten Shamall inzwischen verlassen. „Dann habe ich Musik gemacht, auf die ich Lust hatte und die ich im Aladin gleich testen konnte, wie sie ankommt“, nennt Krüler die damaligen Vorzüge dieses Jobs. Für seine erste CD mit dem Titel „Journey to a Nightmare“ habe er zunächst keine Plattenfirma gefunden, sie dann aber 1989 über eine Independent-Firma veröffentlichen können. Musikalisch ließ sich dieses Album im Bereich Elektronik mit klassischen, psychedelischen und krautrockigen Elementen einordnen, wie es Krüler beschreibt.

Bereits ein Jahr später erschien das Folgealbum „Moments of Illusion“, das laut dem Etelser erfolgreichste Shamall-Album der Elektronik-Ära. Der darauf enthaltene Song „Physical Visions“ wurde sogar für einige internationale TV-Werbespots verwendet, etwa von der Telekom. Es folgten fünf weitere Alben im Stile elektronischer Musik – inzwischen auch ohne Plattenfirma selbst produziert –, bis Krüler das Gefühl gehabt habe, dass diese Zeit vorbei sei und ein Wandel her müsse. Die erste CD „The Book: Genesis“, dessen musikalische Basis nun mehr Gitarre und Gesang bildeten, erschien 2001. Danach kam mit Matthias Mehrtens ein weiterer Gitarrist zu der Band, wodurch es endgültig zum Umschwung zum Genre Neo-Progressive Rock kam, was auf der 2003 veröffentlichten CD „Who do they think they are“ – ein Konzeptalbum über den Golfkrieg – zum Ausdruck kam. Insgesamt habe Krüler mit seinen Texten stets kritische Themen aufgegriffen.

Bis heute setzte Shamall diesen musikalischen Weg weiter fort, in regelmäßigen Abständen wurden CDs auf den Markt gebracht, die laut Krüler dazu geführt haben, dass sich die Band einen festen Platz in diesem Bereich der Musikbranche mit weltweit vielen Fans sichern konnte. „Russland, Japan, Amerika, Kanada“, nennt er nur einige Länder, in denen die Alben stets guten Absatz finden – so auch die zum 30-jährigen Bestehen auf den Markt gekommene Fünf-CD-Box mit Liedern aus den drei Jahrzehnten. Inzwischen gibt es mit Anke Ullrich auch eine Sängerin bei Shamall.

Aber was bedeutet eigentlich der Bandname? Er ist abgeleitet vom Wüstenwind Schamal. „Der Name klingt gut und ist zeitlos“, begründet Krüler, der gerne auf die bisherigen 30 Bandjahre zurückblickt. „Ich würde alles wieder so machen“, betont er. Man müsse auch Fehler machen und daraus lernen und spielt damit vor allem auf die kommerziell erfolgreiche Anfangszeit an, aus der man selbst kaum finanziellen Profit schlagen konnte. „Aber ich denke, wenn damals alles glatt gelaufen wäre, würde es Shamall heute gar nicht mehr geben“, sagt der 58-Jährige, der es einfach schön finde, in seinem Alter immer noch in diesem Job arbeiten zu können. „Wobei mir natürlich auch klar ist, dass ich Musik für eine sterbende Generation mache“, fügt Krüler an. Aber dennoch, der musikalische Weg von Shamall sei auch nach drei Jahrzehnten noch nicht am Ende.