| Shamall History |
Das Projekt Shamall um den Bremer Musiker und DJ Norbert Krüler wurde 1986 als Discoprojekt gegründet. Mit Titeln wie "my dream" und "feeling like a stranger" wurde Shamall sehr schnell ein nicht mehr wegzudenkender Begriff in der Discoszene und spielte sich in die DJ TOP 40 bis auf Platz 9 vor. Trotz kurzer Freude über den kommerziellen Erfolg konnte sich Norbert Krüler aka Shamall mit dieser Musikrichtung nie so ganz anfreunden. War er selber doch geprägt durch ganz andere musikalische Größen in seiner Kindheit, wie z.B. Pink Floyd, Manfred Mann's Earthband, Deep Purple, Alan Parsons, King Crimson, Caravan, Tangerine Dream und weitere. Um also für die Zukunft nicht in der Schublade "triviale Discostampfer" zu enden, überdachte er seinen musikalischen Anspruch und suchte nach einer intellektuelleren Herausforderung. Diesem inneren Ruf folgend entstand dann das Album "Journey to a Nightmare" im Jahr 1989 als Erstlingswerk in neuem, für die Zukunft prägendem Gewand. Auch bei den darauf folgenden Alben bemühte sich Shamall, immer wieder neue musikalische Elemente einzubringen, um in keine Schublade gepresst werden zu können. Begleitet wurde er dabei über die Jahre von den unterschiedlichsten Musikern. Seit dem Start 1986 hat Shamall durchschnittlich alle 2 Jahre ein Album vorgelegt. Die Antwort auf die Frage, welche Motivation Norbert treibt, nach so vielen Alben immer noch Musik zu machen, erscheint logisch, selbst angesichts der Tatsache, dass er der wesentlich erfolgreicheren Discomusik den Rücken gekehrt hatte: "Ich mache Musik um der Musik willen und habe schon Ende der 80er aufgehört, darüber nachzudenken, wie sich Musik auf dem Konto auswirkt. Wie sollen meine Fans die Musik mögen, wenn ich sie selbst nicht mag? Also bewerte ich jedes Werk nach emotionalen Kriterien. So auch das aktuelle Album "Is this human behavior". An dieser Stelle könnte ich zwar sagen: Dieses Werk ist innovativ, genial und nicht zu überbieten. Was aber sage ich dann beim nächsten Album?! Also verzichte ich auf diese "Dash wäscht so weiß, weißer geht's nicht"-Werbung. Jeder ernsthafte Musiker ist bemüht, sein "Bestes" zu geben, daher ist das für mich bei jedem Album selbstverständlich. Logischerweise versuche ich, mich nicht zu wiederholen, indem ich in meinen Texten Freiraum für gesellschaftskritische und politische Ereignisse schaffe, die im übrigen für mich heute genauso wichtig sind, wie die Musik, die sie transportiert." Wie bei den Vorgängern "ambiguous points of view" und "questions of life" treten auch beim aktuellen Werk "Is this human behavior" musikalisch die Einflüsse namhafter Bands aus der alternativen Rockszene der 70er und 80er in Erscheinung. Die Spiel- und Experimentierfreude - ein Markenzeichen jener Bands - sind auch auf den aktuellen Alben allgegenwärtig. Allzu experimentelle Ausschweifungen braucht jedoch der Shamall-Fan niemals zu befürchten: "...Die Melodie steht bei Shamall nach wie vor im Vordergrund. Sie darf nicht hinter zuviel Technik oder ausladenden handwerklichen Fähigkeiten einzelner Egozentriker verblassen. Herz, Kultur und Intellekt sollen immer im ausgewogenen Einklang stehen. "Gänsehautfeeling und abheben sind angesagt", so Norbert Krüler. Shamall-Discografie: Steckbrief Norbert Krüler:
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